Freitag, 22. April 2011

San Francisco 1

Wir wollen nach Alcatraz und fahren mit der Cable Car Richung Hafen.


Super Erlebnis mit dieser alten, nach Eisen und Mechanik riechenden Bahn die steilen Hügel hoch und runter zu rattern.



An der Anlegestelle stellen wir fest, dass die früheste Abfahrt für nicht Vorbucher nach Alcatraz am Sonntag früher Nachmittag ist. Na gut, dann fahren wir halt dann, den Tag können wir auch anders verbringen.

Erstmal die Piers entlang laufen.


Im alten restaurierten Fährgebäude (Ferry Building) sind jetzt Geschäfte angesiedelt, die ökologische und lokale Produkte anbieten. Sehr liebevoll alles gemacht, mit kreativen Angeboten, auch ein großer Shop mit Küchengerätschaften vom Feinsten.


Natürlich schauen wir uns Pier 39 (touristische Restaurants, Seelöwen und Souvenierläden) und Fishermans Wharf mit seinen Seafood-Ständen an. Essen eine Clam-Chowder im Sauterteigbrot und stolpern über das mechanische Museum in eine Pierhalle.


Das ist klasse, alle möglichen mechanischen und elektrischen Spielautomaten aus den Anfängen der Automatenzeit bis heute. Auch Flipper und Computerspiele bis kurz vor unser jetziger Zeit (alte Bekannte von vor 30 Jahren findet man auch wieder) aber auch Automaten aus ganz alter Zeit, alle nach Einwurf von Cents in Funktion und sehr spannend, was es damals schon alles gab.


Dann wandern wir zu steilsten Straße von San Francisco, hier gibt es kleine Serpentinen in Blumenrabatten für die Autos, dann fahren wir mit dem Bus in verschiedene Stadtteile und gucken sie uns uns.

Um dann nach Besichtigung von Telegraph Hill und dem Coit Tower, inkl. Aussicht und langem Anstehen am Aufzug im Stadtteil North Beach zu landen. Der ist italienisch geprägt, aber es gibt auch viele Kneipen, auch aus Beatnick-Zeiten (vor der Hippie-Zeit).


Im legendären Vesuvio, in dem sich auch schon alle Beatnicks trafen (Kerouac, Ginsburg), trinken wir ein Happy-Hour-Bier, essen dann bei einem Italiener, in dem auch viele Einheimische verkehren. Um dann noch einen Absacker im Vesuvio zu nehmen und uns durch Chinatown auf den Rückweg zu unserem Hotel zu machen.

Donnerstag, 21. April 2011

Tschüss Auto

Wir sortieren unsere Sachen, packen unsere Rucksäcke, haben das Auto aufgeräumt und geputzt und müssen noch 50 Meilen fahren bis zu unserer Abgabestation in San Francisco.


Ein bisschen stauig ist es, aber dann fahren wir über die Golden Gate Bridge nach San Francisco rein.
 

Dann haben wir in der Innenstadt auch gleich schon eine Straße mit einer Steigung von über 15%, die wir hochfahren, da ist man doch echt happy ein Automatikauto zu fahren. Und hofft immer darauf, dass an der nächsten Stoppstraße kein Auto vor einem steht.


Wir haben noch ein bisschen Zeit und fahren bei unserem Hotel in der Nähe der Chinatown vorbei und laden unser Gepäck schon mal ab. Dann treffen wir bei unserer Abgabeadresse Shawn, der gerade mal die gefahrenen Meilen abliest und checkt, ob wir in unserem bezahlten Meilenrahmen geblieben sind. Das wars und wir fahren mit der BART-Bahn in die Stadt.


Da wir in unserem Hotel erst gegen 4 Uhr Nachmittag einchecken können, treiben wir uns in der Stadt rum. Da ich überlegt habe mir ein neues Aufnahmegerät zu kaufen, laufen wir die vorher recherchierten Adressen ab und prüfen die Preise.


Dadurch lernen wir schon mal einige Straßen von San Francisco kennen und kriegen etwas Feeling für die Stadt. Berg rauf und runter geht es auch schon, die Straßen von San Francisco ist trotz steiler Hügel schachbrettartig angelegt. 


So gibt es extreme Steigungen für Autos und Fußgänger.


Auf unserem Weg kommen wir an dem Cable Car Museum vorbei, welches sehr interessant ist und uns Einblick in die Funktionsweise gibt.


Chinatown führen wir uns auch schon zu Gemüte, aber da wir China Towns schon in echt kennengelernt haben, bringt uns das nicht so aus der Fassung. 



Nur die Nähe und Durchmischung von Chinatown zu italienischem Viertel und z.B. Finanzdistrikt ist ganz spannend.

Im Hotel ruhen wir uns etwas aus, bevor wir uns Richtung „South of Market“-Viertel aufmachen, zum San Francisco Museum of Modern Art, welches heute verlängerte Öffnungszeiten zum halben Preis hat. Wir wandern durch alle Etagen und sind begeistert von der Kunstausstellung und auch von der Architektur des Museums. Was uns überrascht, ist das es dort auch noch ein spezielles Programm gibt. Kleine Theatervorstellungen, kleine Häppchen unter dem Motto „Blüten zum Essen“, dazu Getränke, sonstige Sachen zum probieren, und der Museumsshop ist auch ganz toll.

Anschließend trinken wir in der Nähe in einer etwas abgefahrenen Location noch zwei Bier, bevor wir uns zu Fuß wieder zu unserem Hotel aufmachen.

Mittwoch, 20. April 2011

Zurück am Pazifik

Wir haben beschlossen, unseren letzten Tag „On the Road“ wieder Richtung Küste zu fahren. Auf dem weg dorthin fahren wir am Russian River entlang. 


Häuser säumen das Flussufer, umrahmt von Redwoods. Das sind die Brüder der Giant Sequoias die an der Küste wachsen. Der höchste Baum der Welt ist ein Redwood, doch der wächst weiter im Norden.

An der Küste ist es leider bedeckt, der berühmt, berüchtigte nordkalifornische Seenebel hat von ihr Besitz ergriffen. 


Trotz Nieselregen gefällt uns die Stimmung an der Küste.

Wir fahren noch zum Leuchtturm am Point Reyes, doch hier ist die Suppe zum schneiden dick und es ist leider nichts zu sehen.


Noch nicht mal der Leuchttum. Wale hätten wir auch sehen können, hätten....


So sehen wir nur windgebeugte Zedern im fiesen Nieselregen.

Der kleine Ort Point Reyes Station ist sehr nett, hier trinken wir einen Kaffee. Hier in der Gegend gibt es viel Bio-Landwirtschaft und die führende Ökobewegung Amerikas. 

Wir campen auf unserem vorgebuchten Koa-Campinplatz, wo die Aufräumarbeiten in unserem Van vom anhaltenden Pieselregen behindert werden.

Dienstag, 19. April 2011

Versteinerte Bäume

Morgens besichtigen wir in Columbia das Freilichtmueum des wichtigsten Ortes des kalifornischen Goldrausches.


Auf Tafeln wird beschrieben, wie der goldhaltige Kalkstein zerkleinert und gemahlen wurde, und anschließend mit Wasser den Goldstaub raus gewaschen wurde.

Dann fahren wir quer durch das Central Valley nach Westen, wieder durch Obstbaumplantagen, am Sacramento River Delta vorbei. Die Verbindungsstraße ist viel befahren, und um das Überholen zu verhindern, ist auf dieser Straße der Mittelstreifen verbarrikadiert. 


Wir landen nördlich von San Francisco im Hauptw einanbaugebiet Kaliforniens, NapaValley. Wir fahren ein Nebental des Napa Valleys. Überall gibt es Weingüter, manchmal stilistisch an französische oder italienische Wein-Chateaus angelehnt. Überall werden auch Weintastings angeboten, aber wenn man fahren muss, kann man das nicht so richtig auskosten.

Sonoma ist auch ein ganz nettes Städtchen, wir wandern einmal um den Plaza, nette Geschäfte, Restaurants und Bars. Hier hat Amerika doch mal ein bisschen Stil.

Wir kommen an einem versteinerten Wald vorbei. 

Vor 3 Millionen Jahren ist nicht weit entfernt ein Vulkan ausgebrochen, hat alle Bäume umgeworfen und mit seiner Asche bedeckt.


Mit der Zeit haben die Aschemineralien jede Zelle der Bäume ersetzt und so sind die Bäume versteinert, wirken aber immer noch ganz lebensecht.


Wir campen in der Nähe in einem Statepark, unter Bäumen an einem kleinem Creek und lassen uns unseren leckeren Rotwein (Zinfandel) schmecken.

Reiseroute Teil 3

    15. Tag: Page – Bryce National Park
    16. Tag: Bryce – Zion National Park
    17. Tag: Zion NP – Las Vegas
    18. Tag: Las Vegas
    19. Tag: Ls Vegas – Death Valley
    20. Tag: Death Valley - Porterville
    21. Tag: Porterville – Millerton Lake
    22. Tag: Millerton Lake – Columbia

Montag, 18. April 2011

Yosemite Nationalpark

Leider ist es am Morgen bewölkt und etwas frisch, sonst hätte ich mir glatt überlegt in den See zu springen.


So brechen wir auf Richtung Yosemite NP. Es sind noch einige Meilen zu fahren und es geht natürlich wieder in die Berge. Auch hier liegt noch etwas Schnee.

Durch einen Tunnel hindurch und wir haben den ersten View-Point ins Tal. 

El Capitan

2 Busse stehen hier auch und eine Menge Asiaten fotografiert vorzugsweise sich selbst vor Sehenswürdigkeit.


Das Spektakuläre hier im Yosemite sind Wasserfälle, (u.a. der höchste der USA) steile Granitfelswände und zwei exponierte Felsspitzen, El Capitan und Half Dome. 

 Brautschleier-Wasserfall

Yosemite-Wasserfall

Leider schieben sich hier die Massen durchs Tal. Es ist zwar noch nicht richtig Saison, aber in der Osterwoche hat Yosemite „Freien Eintritt“-Tage, wahrscheinlich deshalb ist es voll. Innerhalb des Tals ist auch alles sehr gut durchorganisiert, Rollstuhl-geeignete Weg zu allen wichtigen Sehenswürdigkeiten, Großparkplätze und perfekte Beschilderung. 

Half Dome

Schon alles sehr schön und spektakulär, aber wir finden es dann doch zu perfekt.

Außer das in einem kleinen Indianer-Museum wieder sehr schöne Flechtkorbarbeiten zu sehen sind. 


Wir besichtigen alles und fahren dann wieder aus dem Tal hinaus, Richtung Norden. Wir werden wieder von grünen Hügeln empfangen und landen an dem historischen Highway 49 in der alten Goldgäberstadt Columbia. Leider fängt es abends etwas an zu regnen und wir halten uns in unserem gemütlichen Van auf.

Sonntag, 17. April 2011

Der größte Baum der Welt

Wir fahren wieder Richtung Berge, Sierra Nevada, am Horizont leuchtet der schneebedeckte Mt. Whitney, der höchste Berg Kaliforniens mit über 4000m Höhe.


Im idyllischen Tal des River Kaweah geht es rauf in den Sequoia NP.


Hier ist richtig Frühling, der Flieder blüht, die Wiesen sind saftig.


Oben, über 2000 Meter kommen wir wieder in Schneebereiche. Der Schnee liegt noch über 1 Meter hoch. 


Aber die Straße ist geräumt und auch der kurze Fußweg zum General Shermann Tree.

 
Der größte Baum der Welt, nicht in der Höhe oder im Umfang, sondern in der Masse und im Gewicht. 


Über 2000 Jahre alt ist er. Aber die Giant Sequoia Bäume sind alle sehr beeindruckend. 


Wir stolpern noch ein wenig durch den Schnee und fahren dann zurück in unser Obstbaumtal. 

In Fresno finden wir einen Starbucks, trinken unseren Kaffee und ich lade per Free Wifi ein paar Reiseberichte hoch.

Wir entschliessen uns auf einen Campingplatz am nahen Millerton Lake in Richtung zum Yosemite NP zu fahren, ein kleiner Stausee.


Hier ist es wunderschön, zwischen grasbewachsenen Hügeln liegt dieser See. Auf einem kleinen Felsvorsprung packen wir unser Auto aus und gehen runter zum Wasser, genießen die Ruhe.

Dann ein Aufschrei von Martin. Er vermisst seine Tasche mit all seinen Papieren. Die hat er im Starbucks am Stuhl hängen lassen. Also alles wieder rein ins Auto und die 12 Meilen zurück nach Fresno. Gut, das wir nicht zum 30 Meilen entfernten Bass Lake gefahren sind. Nach 20 Minuten zittern findet sich die Tasche unbeschadet an der Theke des Starbucks wieder. Na, das war ein Schreck in der Abendstunde.

Als wir zurück sind an unserem See ist die Sonne gerade untergegangen und auf der anderen Seite geht der Vollmond über einem Hügel auf. 


So wird es doch noch ein perfekter Abend am See.

Samstag, 16. April 2011

Der Garten Kaliforniens

Heute Nacht war es schön kuschelig warm. Heute Morgen auch wieder, aber wir frühstücken erst mal im Schatten. Auf dem Weg nach Westen nehmen wir weitere Sehenswürdigkeiten im Death Valley mit.


Der Salt Creek entspringt irgendwo am Rand, verdunstet in seinem Verlauf, wird dadurch immer salziger und verlandet irgendwann.


Eine Fischart, die vor 10000 Jahren schon hier gelebt hat, hat bis heute in diesem Flüsschen, das mehrfach salziger ist als Seewasser, überlebt.


Dann gibt es noch einige Sanddünen zu bewundern


und noch einen kleinen Canyon.

Anschließend fahren wir über die Bergkette, von - 86m auf + 1500m und sind dann im nächsten Tal,


wieder mit ausgetrocknetem Salzsee in der Mitte, die Straße führt schnurgerade über den Grund. Wir durchfahren ein paar trostlose Orte, in den Borax und anderes aus dem Salzgrund gewonnen wird.

Dann kommen wir in freundlichere Gefielde, Der Lake Isabella wird heftig zur Freizeitgestaltung genutzt. Vor allem heute am Samstag steht an jedem frei zugänglichen Uferbereich Camper, Zelte, Rvs, Angler, Bootfahrer.


Ein weiterer Gebirgszug wird überquert, danach sind die Hügel grün und bewaldet. Richtung Tal nehmen die Bäume ab, das grüne Gras bleibt und dann sind wir im Joaquin Valley, das größte Obstanbaugebiet Kaliforniens. Kirsch-, Orangen, Olivenbäume in akkuraten Reihen auf riesigen Feldern.